29.10.2016
Ankunft Kolumbien

Der Flug nach Cartagena dauerte den ganzen Tag, da wir über Bogota fliegen mussten und dort 6 Stunden Aufenthalt hatten. Da gab es auch noch einen kurzen Schreckensmoment. Nachdem wir stundenlang rumgehockt waren, wurde es endlich Zeit, zum Einsteigen. Als zum Gate. Aber halt – da stimmt was nicht. Keine Leute, keinen Flug angeschrieben, niemand am Gate! Ein Einheimischer hat sich uns angenommen und für uns gefragt, wo denn nun unser Gate sei. Auf der anderen Seite des Flughafens = anderer Terminal! (Wurde zwischenzeitlich geändert von 83 zu 19.) So sind wir losgerannt und kamen ausser Atem am richtigen Gate an. Wir durften dann noch eine weitere halbe Stunde warten um einzusteigen!! Na ja, irgendwann sind wir dann doch noch in Cartagena gelandet. Hier wurden wir schon mal positiv überrascht – schöner Flughafen, alles scheint organisiert zu sein, sehr sauber Ein Taxi hat uns dann mitten ins Zentrum der Altstadt gebracht wo wir im Hotel „Casa India Catalina“ Zimmer reserviert hatten. Sehr schönes Stadthotel mit hübschem Innenhof und ganz, ganz wichtig, einer Klimaanlage! Eigentlich fast nicht möglich, aber wir hatten das Gefühl, es wird immer feuchter!
Die nächsten Tage haben wir die sehr schöne Stadt kreuz und quer erkundet, die schön restaurierten Häuser bewundert, fein gegessen und die Atmosphäre genossen. Auch die Besichtigung des gewaltigen Forts
San Felipe durfte natürlich nicht fehlen.
Ab Montagmittag sollten wir mit dem Papierkrieg für die Auslösung des MANi beginnen können. Wir haben uns dann am Morgen aufgemacht um vorher noch die Fahrzeug-versicherung abzuschliessen. Komisch - leere Strassen, keine Leute. Auf Nachfrage vor der geschlossenen Versicherung mussten wir erfahren, dass heute ein Feiertag sei (Entdeckung Amerikas)! D.h. auch am Hafen alles geschlossen. Am nächsten Morgen sind die Männer um 8.00 Uhr am Hafen gestanden - in langen Hosen und geschlossenen Schuhen - und haben bis 17.00 Uhr Formulare ausgefüllt, hier einen Stempel gefasst, da wieder ein neues Papier erhalten, zwischendurch was bezahlt und viel gewartet. Obwohl ihnen eine kolumbianisch/australische Frau eine grosse Hilfe war, konnten sie es nicht schaffen, in einem Tag die Fahrzeuge auszulösen. Es hat dann noch einen weiteren halben Tag in langen Hosen gebraucht, bis es soweit war. Das Abgeben eines von uns ausgefüllten Formulars hatte bei den Zöllnern, Spediteuren usw. nebst dem Füttern des Computers die Folge, dass wir mit 3 neuen Formularen eingedeckt wurden. Zwischendurch durften wir von den einen und andern Formularen noch Fotokopien anfertigen lassen. ES LEBE DIE BUEROKRATIE!!!! Und der FORMULAR WAHNSINN!!!
Schlussendlich hat es eine ganze Woche gedauert von der Abgabe der Fahrzeuge in Panama bis zur Ausfahrt aus dem Hafen in Kolumbien. Ein Riesen Papierkrieg, hohe Kosten und das alles für ein paar Seemeilen. Das Schiff braucht etwas mehr als einen halben Tag für die Fahrt. Aber da mussten wir durch, wie schon viele vor uns und sicher auch noch nach uns!
Nun wollten wir nur noch raus aus der Stadt. So schön sie auch ist, aber das Autofahren macht da macht keinen Spass. Der karibischen Küste entlang sind wir westwärts zum Schlammvulkan
El Totumo gefahren. Ein etwa 20m hoher Kegel gefüllt mit lauwarmem Schlamm. Der Krater hat einen Durchmesser von ca. 5m und der Schlot soll 500m tief sein. Darum spürt man keinen Grund und liegt ähnlich wie im toten Meer auf der Oberfläche. Das graue Zeugs wäscht man sich dann in der nahen Lagune wieder ab. Dies haben wir nach einer fürchterlich heissen, feuchten, moskitoreichen Nacht genossen und sind sofort weitergefahren. In Santa Marta sind wir abgebogen in die Berge. Ausserhalb des Dorfes Minca haben wir auf 740m ein Plätzli gefunden. Es ist zwar tagsüber auch heiss aber wir konnten den Pool (gespeist von Flusswasser) des Hotels Colonial Minca geniessen und in der Nacht hat es angenehm abgekühlt. Da sind wir grad ein paar Tage geblieben und haben Reiseführer und Karte studiert um die Weiterreise zu planen.